Bordelle öffnen!

Sexarbeit gleichstellen!

Bordelle öffnen! Sexarbeit gleichstellen!

Seit Beginn des Lockdowns sind Bordelle geschlossen und Sexarbeit verboten. Die damit verbundenen Ausfälle treiben die Betriebe und Sexarbeiter*innen in den Ruin. Trotz vorhandener Hygienekonzepte ist keine Änderung in Sicht, obwohl andere Branchen gerade wegen ihrer Hygienekonzepte den Betrieb wieder aufnehmen durften. Wir fordern ein Ende der Ungleichbehandlung und Perspektiven aus dem Lockdown!

Unterzeichnen Sie den Appell!

Appell

Seit Monaten ist Sexarbeit verboten und alle Bordelle bleiben auf staatliche Anordnung hin geschlossen. Ein Ende ist nicht abzusehen.

Die Begründungen halten einer genauen Prüfung nicht stand, denn selbstverständlich lassen sich bei der Sexarbeit und gerade in Bordellen angemessene Corona-Schutzmaßnahmen und Dokumentationspflichten umsetzen.

Mit einem zweckmäßigen Hygienekonzept und eingeschränkten Angeboten von sexuellen Dienstleistungen ist die Ansteckungsgefahr mit SARS CoV 2 genauso gering wie beim Frisör, im Kosmetik- oder Massagestudio oder beim Kontaktsport und Paartanz.

Prostitutionsgegner*innen nutzen die derzeitige Lage aus und fordern ein generelles Sexkaufverbot. Kund*innen und Bordellbetreiber*innen sollen kriminalisiert werden. Sie werden als Täter*innen und Ausbeuter*innen bezeichnet, obwohl die offiziellen Zahlen, z. B. des BKA, und alle Erfahrungen dagegen sprechen.

Bordellbetreiber*innen und Sexarbeiter*innen werden durch die Verbote in ihrer Existenz bedroht. Sie benötigen ihr Einkommen und wollen ihren Kund*innen professionelle Dienstleistung anbieten. Daher fordern wir:

  • Beenden Sie das geltende Berufsverbot für Sexarbeiter*innen und die damit einhergehenden Schließungen der Bordelle sofort.
  • Setzen Sie die erfolgreiche Politik zur Entkriminalisierung, Gleichstellung und Professionalisierung der Sexarbeit konsequent fort.
  • Treten Sie den derzeitigen opportunistischen Forderungen nach einem generellen Sexkaufverbot in Deutschland entschieden entgegen.